Die "Klimaschutz-Pionierin" in der Tourismus-PR

"Als Ökonomin weiß ich, wie Klimaschutz für die Wirtschaft gut vertretbar mit Maß und Ziel installiert werden kann. Und als PR-Expertin kenne ich die Themen und Methoden, die in der Öffentlichkeit "ziehen".
"Als Ökonomin weiß ich, wie Klimaschutz für die Wirtschaft gut vertretbar mit Maß und Ziel installiert werden kann. Und als PR-Expertin kenne ich die Themen und Methoden, die in der Öffentlichkeit "ziehen".

 

DIE IDEE

Wir schrieben das  Jahr 2007, in Bayern beendete Edmund Stoiber seine Amtszeit, in Österreich wurde die Bundesregierung Gusenbauer angelobt, die USA schlitterten in die Finanzkrise. Steve Jobs stellte das iPhone vor, und Michael Schumacher trat seinen Job bei Ferrari an.  Obwohl der Orkan Kyrill im Winter über weite Teile Europas fegte, wurde übers Klima noch nicht viel geredet.  Und ich befand mich auf dem Weg von Salzburg zur ITB nach Berlin. Mit Pressemappen meiner damaligen Tourismus-Kunden im Gepäck. Während der Fahrt über die nächtliche Autobahn lauschte ich den Nachrichten im Radio und hörte zum ersten Mal den Begriff Klimaschutz. An diesem Tag fand nämlich ein EU-Gipfel statt, der sich erstmals diesem Thema widmete. Das soeben Gehörte beschäftigte mich, und auf der monotonen Autobahn hatte ich Zeit nachzudenken. Etwa eine halbe Stunde später und kurz  vor Leipzig kam mir die zündende Idee, und ich hielt an der Raststätte an. Ich wollte meine Kunden aus Österreich, Bayern und Südtirol auf der größten Tourismusmesse der Welt der Fachpresse als „Klimaschutz-Reiseziele“ präsentieren. Und so kritzelte ich auf die Rückseite meiner  Pressetexte eine handschriftliche Presseinfo zu diesem Thema.

  

Bei meinen persönlichen Treffen mit der Fachpresse auf der ITB in Berlin machte ich dann damit auf meine damaligen Auftraggeber  – den Kurort Bad Birnbach in Niederbayern, das Aparthotel Adler in Saalbach-Hinterglemm, das Hotel Europäischer Hof in Bad Gastein und das Hotel Cavallino Bianco im Grödnertal – als „Klimaschutz-Reiseziele“ aufmerksam. Außerdem baute ich in meinen Gesprächen fast in jedem Satz ein Kriterium ein, woran sich der Klimaschutz genau bei diesem Kunden festmachen ließ. Die Idee kam an! Und wie!

 

Da man Berlin nicht so schnell verlässt, wenn man schon mal da ist, blieb ich noch ein paar Tage. Umso größer war die Überraschung, die mich zuhause in der Agentur erwartete. Mein Postfach ging über mit Medienausschnitten aus den unterschiedlichsten Zeitungen über meine „Klimaschutz-Reiseziele“, und die Kunden waren begeistert. Seither gelte ich als „Klimaschutz-Pionierin“ in der PR!

 

HEUTE & MORGEN

Mittlerweile freue ich mich über eine große Expertise auf diesem Gebiet und bin mit der Vermarktung von Unternehmen unter dem Aspekt des Klimaschutzes immer noch recht erfolgreich unterwegs, was auch an PR-Projekten der aktuellen Kunden ersichtlich ist.

 

Seit 2019 eine weltweite Bewegung auf dieses Thema aufgesprungen ist, sehe ich mich als studierte Wirtschaftswissenschafterin mit viel praktischer Erfahrung als Gegenentwurf zum Schwedenmädel und plädiere für Klimaschutz mit Maß, Ziel und vor allem Köpfchen. Wenn man bedenkt, dass allein China für sage und schreibe ein Drittel (!!!) aller weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, China, Indien und USA für die Hälfte, und 10 Länder zusammen sogar für zwei Drittel, dann muss man auch die Kirche mal im Dorf lassen dürfen. In Brasilien wurde allein im letzten Jahr eine Fläche wertvollen Regenwaldes in der Größe Oberösterreichs abgebrannt!

 

Österreich zählt nicht zu diesen dramatischen Klimasündern, und deshalb werden wir allein die Welt nicht retten können. Angesichts dieser katastrophalen Zahlen aus fernen Ländern werde ich auch künftig weitere Strecken mit meinem äußerst schadstoffarmen Auto zurücklegen und mich beim Heizen nicht einschränken. Aber selbstverständlich sind auch wir angehalten, unseren Beitrag zu leisten. Aber bitte mit Maß, Ziel und Vernunft für unsere Wirtschaft! 

 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Klima- oder Umweltschützern zeichnet sich mein Ansatz von „Klimaschutz-PR“ jedoch nicht durch apokalyptische Bilder, Wutreden oder Horrorszenarien aus, sondern ich möchte mit positiven Beispielen kleinerer und größerer Klimaschutz-Bestreben heimischer Unternehmen andere ebenfalls dazu motivieren.

 

Und ich ermuntere dazu, darüber zu sprechen. Denn Klimaschutz wird von der Öffentlichkeit genau beobachtet, und er entwickelt sich gerade in unseren Breiten mehr denn je zu einem wichtigen Treiber für die Reputation eines Unternehmens!

  

Angebot: PR-Pakete ab € 1.000/Monat

Der Zeit voraus - access media 2007

Salzburger Wirtschaft, 2007
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ÖGZ, 2007
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Meine ersten Artikel zum Klimaschutz 2007